Zugfahren – immer wieder etwas Neues

Im Zug ist man selten allein. Man ist mittendrin und immer dabei. Zugfahren ist praktisch, umweltbewusst und gut für die täglichen Übungen in Gelassenheit.

Doch nicht jede Fahrt auf den Gleisen ist wie die anderen.
Im besten Fall ist es ruhig.

Im schlimmsten Fall kommt der Zug zu spät, viel zu spät (so, dass der an die Zugfahrt anschließende Termin abgesagt werden muss) oder kommt gar nicht (im Saarland gibt es anscheinend nur ein Gleis auf dem Weg Saarbrücken-Trier; liegt ein Baum in diesem Gleis, geht stundenlang nichts mehr).
Man ist umgeben von schreienden Kindern, sich aufspielenden, rumgrölenden Teens, Vieltelefonierern, die Beziehungsprobleme klären (kann interessant sein), Frauen, die sich über eklige Details verschiedener Krankheiten unterhalten, Schnarchern, Hörern lauter Musik (trotz Kopfhörer), Arbeitnehmer, die sich über Chef beschweren.
Ich halte mich in diesen Dingen zurück.

Ab und an ist der letzte freie Sitzplatz für die nächsten 35 Fahrminuten neben einer flüchtigen Bekanntschaft. Smalltalk ist angesagt. Oder nicht? Muss man sich unterhalten? Immer diese Gewissensbisse: Höflich sein und sich bei einem langweiligen Gespräch einen abbrechen?Ich finde, man kann nach zwei, drei Sätzen freundlich ankündigen, dass man nun lesen oder Musik hören wird.

Was meinen Sie? Wie lange sollte man sich mit Bekanntschaften unterhalten (müssen)?

 

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