Schreiben = Kommunikation ohne Grenzen?

Texte zu verfassen bedarf eines erhöhten Zeitaufwandes. Inhalt, Grammatik, Rechtschreibung sind nur einige Punkte, die dafür sorgen, dass ein Text, egal welcher Gattung, lesenswert ist.
Doch warum schreiben wir eigentlich?

Nachrichten, Botschaften, Informationen zu über- und zu vermitteln ist Kommunikation, mündlich wie schriftlich. Kommunikationsmodelle gibt es mehrere. Allgemein: Es einen, der eine Botschaft zu jemand anderem sendet.
Damit die zweite Person die erste versteht, muss die Sprachebene die gleiche sein.
Kommunikation gibt es mündlich und schriftlich. Texte entstehen in der schriftlichen Kommunikation, dem Schreiben, eine erlernte Kulturtechnik, die der Kommunikation in einer Gesellschaft in Form der Nachrichtenübermittlung dienen. Die Rede ist die mündliche Übermittlung.
Die beteiligten Personen bei der Kommunikation sind der Schreiber/ der Sprecher und der Leser/ Zuhörer.
Die Kommunikationssituation unterscheidet sich dadurch, dass die Rede unmittelbar ist. Beim Schreiben können Produzent und Rezipient zeitlich und räumlich voneinander getrennt sein. Es ist keine direkte Kommunikation.
Dieser Umstand ist ein weiterer Grund zu fragen, warum wir Sachverhalte, Probleme, Ideen aufschreiben.

Wir wollen informieren und diese Information erhalten.
Unser Wissen, unsere Ideen und Erkenntnisse wollen wir weitergeben. Der Leser kann davon profitieren, gleichzeitig bleibt das Geschriebene über längeren Zeitraum erhalten und kann archiviert werden. Es bleibt länger im Gedächtnis.
Interessant dazu Jan Assmanns „Kommunikatives Gedächtnis

Wir wollen zeigen, was wir können.
Die Geschichte des Schreibens ist untrennbar verknüpft mit der Geschichte der Schrift.
Seit der Kultur den Ägyptern wurden viele Techniken genutzt: Einmeißeln in Stein, Einritzen in Ton, Schreiben mit Tinte auf Palmblätter, Papyrus, Pergament und Papier. Bis zur Erfindung des Buchdrucks war das Schreiben die einzige Möglichkeit, Sprache auf einem Medium festzuhalten. Der Beruf des Schreibers war hochangesehen.

Es gibt heute verschiedene Berufszweige, die sich nur mit Schreiben befassen.
In unserer modernen Wissensgesellschaft stellt die Unfähigkeit zu Schreiben (und zu Lesen) ein elementares Hindernis dar.
Die Schreibmaschine und der Computer haben das Schreiben (mit den Fingerspitzen) revolutioniert. Die in der Grundschule erlernte Schreibtechnik, von Hand zu schreiben, wird dabei des Öfteren vernachlässigt. Wenn ich den ganzen Tag am „tippen“ bin, fällt es mir schwer, mich auf die Handschrift umzustellen, zumal es langsamer voran geht als mit der Tastatur.
Wer kann noch Schreibschrift?

Schreibschrift [Foto: nh]

Schreibschrift [Foto: nh]

Allerdings, so fällt mir beim Korrigieren und Einfügen auf, kann man beim elektronischen Schreiben etwas schummeln und kleinere Schönheitsfehler leicht verbessern.
Vorteile des elektronischen Schreibens: Man kann schnell schreiben, falsches wieder löschen, schnell kopieren, Textpassagen an eine anderen Stelle setzen  und speichern.

Das Digitale hat weitere Vorteile für die Kommunikation und Nachrichtenübermittelung geschaffen
Texte in Websites und Blogs können mit Multimedia, zum Beispiel Bildern, Videos und Musik ergänzt werden. Im Websiteformat ist es darüber hinaus möglich, das Informationsangebot aktuell zu halten und ein Archiv zu erstellen und zu erweitern. Im Vergleich: Ist ein Buch, ein Magazin erst einmal gedruckt, kommt nichts mehr hinzu.

Mit der „elektronischen Post“ E-Mail und dem World Wide Web rund um den Globus wurden die räumlichen Beschränkungen menschlicher Kommunikation überwunden. Das gilt auch für die Informationsbeschaffung.

Wir sind Produzenten, der Text ist das Produkt
Während bei der direkten mündlichen Kommunikation der Sprecher und das Sprechen selbst gleichzeitig erlebt werden und die Rede mit dem Ende des Sprechens nicht mehr greifbar ist, kann ein Text wieder bearbeitet werden.

Ein Autor kann seine Ideen notieren, sie ruhen lassen und zu eine späteren Zeitpunkt in Form bringen. Der Text kann sprachlich optimiert und verfeinert werden. Teilweise, gerade in der Wissenschaft finden sich Texte, die eine sehr beziehungsweise so hohe Komplexität erreicht haben, dass sie nur von Fachleuten verstanden werden.
Hierbei möchte ich auf das Thema Zielgruppe beim Schreiben von Texten verweisen und gleichzeitig an eine einfache Kommunikation appellieren.
Interessant ist die Arbeit des Netzwerkes Leichte Sprache über Leichte Sprache

Ich schreibe,
weil mich der Schreibprozess interessiert,
weil ich mich gerne mitteile,
weil ich meine Ideen festhalten kann,
weil ich meine Recherchen und Ergebnisse präsentieren möchte,
weil ich durch Feedback meine Schreibe verbessern kann,
weil mein Blog jeden erreichen könnte,
weil`s Spaß macht.

Und warum schreiben Sie (Ihren Blog)?

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