IT-Gipfel 2016 – Das Camp zum Netzwerken und Kennenlernen

Ein eigenes Online-Magazin für den IT-Gipfel (Foto: Nathalie Hammes)

Am (Haupt)Tag des 10. Nationalen IT-Gipfels in der Congresshalle in Saarbrücken am 17. November besuchte ich das IT-Gipfel-Camp. In der ersten Etage des Ärztehauses in der Faktoreistraße 4 gegenüber dem Congress Centrum Saar fanden sich mehrere Institutionen, die über ihre Projekte im Bereich Digitalisierung und Bildung informierten.

Der Deutsche Volkshochschul-Verband präsentierte Perspektiven.Saarland

Der Deutsche Volkshochschul-Verband präsentierte Perspektiven.Saarland

1. Der Deutsche Volkshochschul-Verband mit Projekten zur Integration, digitalen Entwicklung, Alphabetisierung und Grundbildung. Beispiele sind „Ich will deutsch lernen“ und der Vlog auf http://www.perspektiven.saarland/
2. Die Landesmedienanstalt, die im Blauen Salon Interviews führte und aufzeichnete
3. Die Saarbrücker Medienimpulse, die Beiträge zur digitalen Gesellschaft leisten

Das Erlebniswerk Velsen, zu erkunden mit 3D-Brillen

Das Erlebniswerk Velsen, zu erkunden mit 3D-Brillen

4. Das Erlebnisbergwerk Velsen, das letzte verbleibende Bergwerk aus der Steinkohlenära des Saarlandes, das mit modernen 3D-Brillen erkundet werden konnte
5. Google Culture and Arts: die Staatskanzlei des Saarlandes präsentiert historische Momente des Saarlandes, Ausstellungen und Ereignisse des Landes
6. Open Roberta von Google, die Weiterentwicklung der Fraunhofer
7. OpenStreetMap: Unterwegs für eine freie Weltkarten. Manfred Reiter präsentierte die Datenbank

Manfred Reiter erklärte mir Openstreetmap, sehr interessant

Manfred Reiter erklärte mir Openstreetmap, sehr interessant

8. „Nager it – für faire Computermäuse“ – Dieses Team will mit der Fairen Computermaus in der Elektronikindustrie eine ähnliche Entwicklung anstoßen, wie sie bereits bei Kaffee, Kakao und Kleidung zu beobachten ist. Ihr Ziel: Faire Alternativen für verantwortungsbewusste Konsumenten in der Elektronikbranche.
9. APPsist, ein intelligenter Wissensdienst für die smarte Produktion, das Mitarbeiter gemäß ihrer individuellen Fähigkeiten und abgestimmt auf die Maschinenzustände unterstützt. http://www.appsist.de

Die Saarblogger berichteten über den IT-Gipfel im namentlich passenden Online-Magazin. Für den Youtube-Kanal der Staatskanzlei interviewte Sissi Pitzer vom Bayrischen Rundfunk die Saarblogger (und mich 🙂  ) über ihre bisherigen Eindrücke des IT-Gipfels und ihre Blogs.

Das IT-Gipfel-Camp hatte die Staatskanzlei des Saarlandes organisiert. Es gab herzhafte Schnittchen, Süßes, Kaffee und Softgetränke, mittags eine warme Suppe mit frischem Brot. Die Räumlichkeiten waren offen und hell, viele Stehtische boten die Möglichkeit für nette Gespräche, was von vielen genutzt wurde.

Auch ein Livestream zum Gipfel in der Congresshalle war im Camp eingerichtet, doch leider war die Übertragung meistens unterbrochen (jedenfalls von 9 Uhr bis 12 Uhr, als ich dort war); am Tag zuvor war es wohl ähnlich, wie ich hörte. Und auch wenn Digitalisierung mehr ist als Technik, wie Sigmar Gabriel, Bundesminister für Wirtschaft und Energie, erklärte, so ist doch funktionierende Technik mit einer der wichtigsten Voraussetzungen. 🙂
So habe ich leider nicht alles mitbekommen, was ich sehr schade finde. Eine Alternative zur Information war der IT-Gipfel-Blog ; viele Interviews und Mitschnitte gaben einen guten Einblick in die Diskussionen. Ebenso twitterten die Gäste vor Ort über den #itg16

Bundesminister Gabriel erklärte weiter, dass dieser Gipfel der zehnte und nun auch der letzte IT-Gipfel sei, ab 2017 werde es einen Digital-Gipfel geben (Ludwigshafen, Thema E-Health). Mehr Infos.

Die komplette Rede von Sigmar Gabriel gibt es bei Youtube .

Vor der Congresshalle standen jede Menge Pressevertreter und als Ministerpräsidentin Annegret Kramp-Karrenbauer Bundeskanzlerin Angela Merkel begrüßte, war das Blitzlichtgewitter groß.
In ihrer Keynote warnte sie vor einer zu restriktiven Auslegung des Datenschutzes, ein schon bei der Begleitveranstaltung am Vortag an der Universität des Saarlandes ambivalent diskutiertes Thema: „Das Prinzip der Datensparsamkeit, wie wir es vor vielen Jahren hatten, kann heute nicht die generelle Leitschnur sein für die Entwicklung neuer Produkte“.

Zur Info der Nachbericht der Bundesregierung, „Kanzlerin: Digitale Bildung voranbringen

Impressionen zum IT-Gipfel 2016 von saarland.de über Flickr

In allen Ansprachen wurden sehr viele Aspekte bezüglich der Vorteile der Digitalisierung, der Entwicklung von Kompetenzen, Bildung, Strategien, Überwachung, Transparenz, next economy, sharing und vieles mehr angesprochen. Einig war man sich, dass der Mensch lernen muss, mit Technik umzugehen und dass die Grundlage, die Notwendigkeit zur Innovation die Qualifizierung sei, also gute Aus- und Weiterbildung.
Daher empfehle ich, sich bei Interesse die Videos anzusehen. In der Mediathek des Nationalen IT-Gipfels finden Sie alle Publikationen, Pressemitteilungen, Artikel, Videos und Fotos zum diesjährigen IT-Gipfel.
Das Ergebnis des IT-Gipfels wurde in der Saarbrücker Erklärung (PDF) zusammengefasst, in der Bedarfe und Ziele beschrieben sind.

Ein solches Netzwerken mit Politikern sollte öfters stattfinden, wenn möglich mehr im Dialog mit Bürgern und Menschen, die tagtäglich mit den Vor- und Nachteilen der Digitalisierung zu tun haben und wissen, welche Dinge vorangetrieben werden müssten.

Mir hat sehr gut gefallen, dass ich an den beiden Tagen viele Projekte, in denen Digitalisierung bereits Grundlage ist, und Menschen, die sich viele Gedanken über digitale Bildung machen, kennengelernt und Kontakte geknüpft habe.

Über den IT-Gipfel 2016 wurde in sehr vielen Medien berichtet,  in den Tagen danach wurden die Themen auf verschiedene Ebenen herunter gebrochen,  Firmen und Institutionen haben ihre Sicht der Dinge publiziert; manche Aspekte wurden stärker beleuchtet, anderes kritisiert, unter anderem, dass die Politiker und Wirtschaftsleute unter sich geblieben sind, die Türen nicht für die Bürgerinnen und Bürger geöffnet war.

Ich hätte mir ebenfalls einen (besseren) Dialog mit Politkern gewünscht, doch wenn man Dinge erfahren möchte, geht man vielleicht vor die Tür und bleibt nicht nur vor dem Rechner sitzen. Live Netzwerken ist doch viel spannender, wie ich wieder einmal feststellen durfte. 🙂

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