Wo, was, warum? – Fragen will gelernt sein

Fragen führen zu Informationen

Feststellung

Dieser Tage blickte ich auf mein Blog und war leicht geschockt, dass seit meinem letzten Beitrag sieben Monate vorbei gegangen sind. Wo ist die Zeit hin?? Was habe ich in der ganzen Zeit gemacht?

Ich hatte meinen Fernlerngang zu Webdesign abgeschlossen, erfolgreich, daher wollte ich mal eine Zeitlang nichts machen (check); im August war ich in München und plante meinen 40. Geburtstag (macht man auch nicht an einem Tag). Im September hatte ich zwei Wochen Krankenschein wegen einer Sehnenscheidenentzündung und musste eine tolle Gipsschiene tragen, die mich total abgenervt hat, da ich weder Sport machen noch großartig schreiben konnte. Dann waren wir auf Kreta. Schwuppdiwupp war es Oktober: zwei Wochen Urlaubsvertretung, viel zu tun. Drei Monate vorbei. Irgendwie kam zeitlich immer etwas anderes dazu, und immer dann, wenn ich Zeit für mich wollte, was sich neben dem Vollzeitjob eh schon auf die Abendstunden und das Wochenende beschränkt, kamen Einflüsse von außen. So verschob sich ich das Schreiben auf später, auf irgendwann, wenn es mal besser passen würde. Ideen für Artikel hätte es in der Zeit genug gegeben, ich lese sehr viel (vielleicht ein Zeitfresser?); der Druck, endlich wieder was zu schreiben, stieg und blockierte gleichzeitig. Wie oft hatte ich schon begonnen, Ideen, Aspekte, Pro und Kontra aneinanderzureihen, um es dann doch wieder zu löschen.

Keine Ausreden mehr!

Dann kam der Artikel von Benjamin Brückner „Arsch hoch! Warum die Umstände dich nicht bremsen dürfen „. In vielen Punkten fühlte ich mich persönlich angesprochen, überlegte, was ich vor mir herschiebe und dass es, nein, dass ich mich selbst nerve, weil ich keinen Text auf die Reihe bekomme. Dabei kenne ich viele Wege, ein Thema zu präsentieren. Irgendwie soll nur Perfektes auf die Welt losgelassen werden, aber wer oder was ist schon perfekt? An andere habe ich nicht den Anspruch, dass sie perfekt sein sollen, warum halte ich es mit mir selbst anders? Manche Blogartikel lese ich 50 Mal durch, bevor ich „Veröffentlichen“ klicke. Jeder Buchstabe wird auf die Goldwaage gelegt. Ach ja, und eine gewisse Länge müsste der Text auch noch haben… Sagt wer? Jetzt mal ehrlich, diese „10 Tipps für den perfekten Post“ bringen nichts, wenn das jeweilige soziale Netzwerk mal wieder seine Reglement zum Newsfeed ändert und dies Einfluss auf die Reichweite hat.

Warum soll ich überhaupt bloggen…

Heute las ich dann einen Artikel beim Upload-Magazin: „Storytelling und Glaubwürdigkeit in der Unternehmenskommunikation„, geschrieben von Michael Schaer. Er beschrieb das Why, das Warum, das Unternehmen antreibt, das zu tun, was sie machen.

Es (…) geht um eine Philosophie, um den Grund, warum eine Firma macht, was sie macht.

Das führte mich zu Überlegungen, ob ich mein Blog überhaupt weiterführen sollte oder erfolgreich schließen sollte, und zur Frage, warum ich überhaupt damit angefangen hatte. Modeerscheinung? Reputation? Personenmarke erschaffen? Ja klar, es ist schön und ein Kompliment, wenn andere den eigenen Beitrag, ob nun Text oder Foto, Grafik oder was auch immer kreativ Erstelltes like, kommentieren, bei Twitter oder Facebook teilen.

Gute Kommunikation ist sehr wichtig

Im Grunde geht es mir doch eher darum, zu zeigen, wie wichtig eine gute Kommunikation ist. Zu oft habe ich in der letzten Zeit Entwicklungen erlebt, die vielleicht ganz anders gekommen wären, hätten die betreffenden Personen von Angesicht zu Angesicht miteinander gesprochen. Und nicht mit Dritten, nicht übers Smartphone, ohne Kopfkino. „Was wäre wenn,…“, „Ach, hätte ich bloß…“, „Was soll ich machen?“, „Was, wenn er wirklich so verfährt…?  – Das betrifft persönliche Beziehungen wie die Arbeitswelt, ein ganz heißes Parkett, auf dem echt oft rumgeeiert wird statt mal Klartext  zu sprechen. Immer zwischen den Zeilen lesen und so.. das kann ich leider nicht so gut (ist mir, ehrlich gesagt, auch zu blöd).

Fragen und Zuhören

Wenn Sie in solchen Situationen sind: Fragen Sie den betreffenden Menschen, sprechen Sie die Frage aus. Es kann sein, dass Sie im ersten Augenblick vielleicht keine Antwort bekommen; manche unerwartete Fragen überfordern, da sie anregen, das eigene Tun zu reflektieren, sich mit Gesagten auseinanderzusetzen. Eine sofortige Antwort zu verlangen (wie es Frauen oft in Diskussionen mit Männern tun – ja, ist so), kann eher zu einem trotzigen Verschließen führen anstatt dass sich das Gegenüber öffnet.

Übrigens: Fragen führen zu Informationen. Und mit Fragen können Sie ein Gespräch (jeglicher Art) lenken und den Verlauf sowie ein Sich im Kreis drehen beeinflussen.

Lesen Sie dazu

So, und nun merke ich, dass ich wieder in alte Schreibverhaltensformen verfalle, abschweife und zu viele Themen hier reinpacken möchte. Über die Wichtigkeit des Zuhörens schreibe ich ein anderes Mal.

Viele Grüße!

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