PR

Was ist Presse- und Öffentlichkeitsarbeit?
Sucht man bei Google den Begriff „Presse- und Öffentlichkeitsarbeit“ erhält man 2.080.000 Treffer, ohne Anführungszeichen sind es sogar 7.320.000 Treffer (Stand: 28. März 2016).

Der erste Link für zu Wikipedia. „Öffentlichkeitsarbeit, synonym Public Relations, kurz PR, ist ein weit gefasster Begriff für das Management der öffentlichen Kommunikation von Organisationen gegenüber ihren externen und internen Teilöffentlichkeiten bzw. Anspruchsgruppen“. Wichtig sind die Begriffe: Management, Kommunikation, Teilöffentlichkeiten.

Im Gabler Wirtschaftslexikon wird der Begriff so erklärt:
„Öffentlichkeitsarbeit gilt als deutsche Übersetzung von Public Relations (PR). Das Ziel von Öffentlichkeitsarbeit wird zentral mit dem Aufbau von Bekanntheit als eine Basis von Vertrauen angegeben, um Reputation zu erlangen“. (…) Vertrauen und Bekanntheit gelten als erfolgskritische Größen, da sie als sogenannte weiche Faktoren die Erreichung von Erfolgszielen z.B. bei Vertragsabschlüssen beeinflussen“.
Mit dieser Definition kommen noch diese Begriffe hinzu: Bekanntheit, Vertrauen, Reputation, Erfolgsziele. PR soll helfen, wirtschaftliche Ziele zu erreichen.

PR wird gesehen als etwas, das aufgebaut, geleitet und betreut werden muss und durch gezielte Maßnahmen an die Zielgruppen, die Teilöffentlichkeiten, verteilt wird. Ständig und permanent. Mit PR ist man nicht einfach fertig wie mit dem Wechseln der Reifen zweimal im Jahr. Wie bei einer Website, die sich ständig weiterentwickelt, so gibt es auch in der PR Veränderungen im Allgemeinen und Maßnahmen in jedem Unternehmen, die immer wieder angepasst werden, zum Beispiel durch neue Produkte, neue Dienstleistungen, durch zukünftig zu erreichende Zielgruppen (Jugendliche werden anders angesprochen als Mittvierziger). Dass in vielen Unternehmen PR eine Führungsaufgabe ist, unterstreicht die Bedeutung von PR.

Bei PR geht es darum, wie (je nach Strategie, Botschaften, Kanal) Anbieter von Produkten und Dienstleistungen, NGOs (Nichtregierungsorganisation), politisch-staatliche Organisationen, Menschen ansprechen (siehe auch „Kommunikationsmodelle“).
Klingt erst einmal einfach. Und doch beschäftigen sich viele Fachleute, Forschungs- und Themenbereiche wie Kommunikationswissenschaften, Marketing und Werbung, sowie Unternehmen, Agenturen, ja eine eigene Branche mit diesem Thema.
Die Entwicklung der Informationstechnik, der Massenmedien, Print, Radio, Fernsehen, Internet, Social Media eröffnet neue Wege der Vermittlung und der Ansprache. Auf diese Weise können Meinungen beeinflusst und ein Image gebildet werden, Marken sollen in das Bewusstsein der Konsumenten und Kunden gelangen.

Sogar für die eigene Person kann man PR machen und sich als Marke präsentieren, mit dem Ziel, die eigene Reputation aufzubauen und zu stärken (Personal Branding: die eigene Persönlichkeit und fachlichen Kompetenzen kommunizieren und die individuellen Anliegen sichtbar machen). Digitaler Wandel und die soziale Netzwerke bieten dabei einfache Möglichkeiten.

Feststeht: PR kennt keinen Stillstand. Das ist anstrengend, das ist spannend und immer wieder anders.

Für eine Gruppenleiterschulung des Kreisjugendamtes Merzig-Wadern habe ich bisher dreimal einen Workshop zur Presse- und Öffentlichkeitsarbeit gehalten. Das war interessant, denn Jugendliche stellen andere Fragen als Erwachsene. 🙂

Präsentation Gruppenleiterschulung 2014, PDF 3,4 MB